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25.10.2011

Materialkompass Verbraucherbildung

Im Internet findet man eine Fülle von Unterrichtsmaterialien zur Verbraucherbildung, deren Qualität auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich ist. Um Lehrerinnen und Lehrern eine Orientierung im Materialdschungel zu bieten, hat die Verbraucherzentrale Bundesverband jetzt einen Online-Materialkompass entwickelt.

In der Datenbank können Lehrkräfte fächerübergreifend nach praxistauglichen Unterrichtsmaterialien zur Verbraucherbildung recherchieren. Bislang enthält das Portal gut 180 bewertete Unterrichtsmaterialen zu den Bereichen Finanzkompetenz, Medienkompetenz, Ernährung, nachhaltiger Konsum und Verbraucherrechte. Die Beurteilung der Materialien erfolgt nach wissenschaftlich erarbeiteten, transparent dargestellten Bewertungskriterien.

Die Materialien stammen von verschiedenen Anbietern (Verbänden, Verlagen, Unternehmen, NGOs etc.), auf deren Angebote dann jeweils verlinkt wird.

Der Materialkompass wurde mit finanzieller Unterstützung des Bundesverbraucherministeriums erstellt. Er wird laufend ergänzt, Auswahl und Spektrum der Materialien sollen so ständig erweitert werden.

Die GEW begrüßte den Start des Materialkompasses. Schulen seien schon zu lange mit den zahlreichen Unterrichtsmaterialien der Verbände und Lobbygruppen, die seit einiger Zeit die Einrichtungen überschwemmten, allein gelassen worden, erklärte Marianne Demmer, Leiterin des GEW-Vorstandsbereichs Schule. Sie verband dies mit einem Aufruf an die Bildungsministerien, neutrale öffentliche Stellen zu schaffen, die Unterrichtsmaterialien begutachten und empfehlen, damit Lehrkräfte eine Orientierung haben. Es dürfe nicht sein, dass Schulbücher ein formales Prüfungsverfahren durchlaufen müssen, für freie Unterrichtsmaterialien jedoch die organisierte Verantwortungslosigkeit herrscht.

Einen Link zum Verbraucherkompass finden Sie im Infokasten rechts oben.

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