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21.08.2001

Schülerfirmen - kein Übungsfeld für Ellbogenmentalität

Schülerfirmen sind "in". Sie sind ein modernes pädagogisches Mittel der sozioökonomischen Bildung. In Schülerfirmen macht Lernen Spaß. Sie sind projektorientiert, sie haben einen deutlichen Praxisbezug und fördern selbstständiges Lernen.

Die Inhalte und Zielsetzungen von Schülerfirmen müssen im Übereinklang mit den allgemeinen Bildungszielen stehen. Das heißt, auch Schülerfirmen müssen einer pädagogischen Logik und nicht etwa der Wirtschaftslogik folgen. Dass man auf diesen an sich selbstverständlichen Grundsatz überhaupt hinweisen muss, kennzeichnet auch schon das Problem: Die Interessenverbände der Wirtschaft vers-chen derzeit, auf so gut wie alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens bestimmenden Einfluss zu gewinnen und besonders auch auf die Bildung. Die Ökonomisierung des Bildungsbereichs führt dazu,

- dass SchülerInnen als Humanressource gelten und nur nach ihrer ökonomischen Verwertbarkeit eingestuft werden,
- dass Bildung zur handelbaren Ware werden und nicht mehr Menschenrecht und allgemeines Gut sein soll,
- dass Bildungseinrichtungen wie ein Betrieb geführt werden und so auf eine mögliche Privatisierung und Kommerzialisierung vorbereitet werden sollen,
- dass SchulleiterInnen auf ihre Managementaufgaben reduziert werden.

In diesem Szenario hätten Schülerfirmen die Funktion, bei der reibungslosen Integration und Anpassung der jungen Generation in das bestehende Wirtschaftssystem mitzuwirken.

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